JuLeiCa: Anerkennung für Engagement in der Jugendarbeit

Die JuLeiCa hat es in sich: Die Jugendleiter/innen-Card steht vor allem für großes und vielfältiges Engagement ihrer Besitzer/innen. Denn die sind ehrenamtlich und dauerhaft  in der Jugendarbeit aktiv und haben sich dafür in Aus- und Fortbildungen umfangreich qualifiziert. Als kleines Dankeschön soll die bundesweit anerkannte JuLeiCa ihren Inhabern und Inhaberinnen auch Vergünstigungen und andere Formen der Anerkennung bieten. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendpflege im Kreis Trier-Saarburg und der Stadtjugendring Trier haben nun gemeinsam eine Aktion gestartet, um noch mehr Einrichtungen und Unternehmen in der Region Trier zu gewinnen, die denen, die die JuLeiCa vorlegen, Vergünstigungen und Rabatte gewähren.

Eine Liste der Unternehmen und kommunalen Einrichtungen in Stadt und Landkreis ist bereits erstellt worden. Sie soll nun noch in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen erweitert werden. Denn es gehe darum, die Firmen und Träger anzuschreiben, die die Jugendlichen auch tatsächlich interessieren, hieß es in einem Pressegespräch der AG Ju

gendpflege und des Stadtjugendrings. Das sei die Pizzeria oder das Schreibwarengeschäft genauso wie die Fahrschule oder das Schwimmbad. Die Unternehmen  – allein in der Verbandsgemeinde Schweich sind das 200 – werden nun mit einem Informationsbrief angeschrieben und so angefragt, ob sie den engagierten Jugendlichen mit der JuLeiCa  attraktive Vergünstigungen einräumen wollen.

Das Projekt wird von prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern mitgetragen: In einem Faltblatt finden sich die Stimmen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landrat Günther Schartz und dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe ebenso wie die der Schauspielerin Barbara Ullmann und des Musikers Helmut Leiendecker. Sie alle werben für die Anerkennung und Unterstützung der Ehrenamtler in der Jugendarbeit.

Für die Vergünstigungen gibt es mehrere Möglichkeiten, so zum Beispiel Rabatte bei Einkäufen, reduzierte Eintrittspreise, kostenlose Dienstleistungen oder Sonderkonditionen bei Verträgen. In dem Pressetermin wurde deutlich, dass auch die Unternehmen direkt und indirekt davon etwas haben. So ziehen sie durch die Vergünstigungen zusätzliches Publikum an, sie profitieren von den Fähigkeiten der Karteninhaber/innen wie bei der Einstellung Auszubildender mit JuLeiCa-Kompetenzen.

Die Nachfrage nach der JuLeiCa ist groß: Vor einigen Jahren kam es  hin und wieder vor, dass Schulungskurse abgesagt werden mussten, weil sich nicht genügend Teilnehmer/innen fanden. Heute sind die Aus- und Fortbildungen durchweg komplett belegt, was zeigt, dass die Bereitschaft zum Engagement auch bei jungen Leuten umfassend vorhanden ist. Was manchmal noch ein wenig fehlt, ist die gesellschaftliche Anerkennung. Das vorgestellte Projekt ist ein Baustein in diese Richtung.

Die JuLeiCa kann erworben werden von Leuten ab 16 Jahren, die die entsprechende Ausbildung absolviert haben und damit eherenamtlich in der Jugendarbeit tätig sein können. Sie ist damit ein Nachweis für diese Qualifikation, dient aber auch als Legitimation gegenüber Behörden und Institutionen. Weitere Informationen für interessierte Jugendliche wie auch für die Unternehmen gibt es unter  Tel. 06502 / 5066470 oder Tel. 0651 /715-386.

Kommune. Gemeinsam. Denken. – Entwicklung eines kommunalen Leitbildes “Jugendpolitik”

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendpflege (www.facebook.com/agjugendpflege bzw. www.ag-jugendpflege.de)  möchte gerne in Abstimmung mit dem Landkreis Trier-Saarburg die Ausrichtung einer der jugendpolitischen Strategie erarbeiten.

Im vergangenen November hatten wir dazu bereits einen Fachtag mit dem Titel „Chancen nutzen: Aktiv gestaltete Jugendpolitik als Standortfaktor für Kommunen mit Zukunft!“ veranstaltet. Ein Ergebnis dieses Fachtages ist, dass sich die dort Anwesenden dazu vereinbart haben, in einem Folgetermin über die jugendpolitische Strategie im Landkreis Trier-Saarburg zu beraten.

Hierzu laden wir Sie nun am Donnerstag, 18.05.2017 von 18:00-21:00 Uhr in die Jugendbildungswerkstatt in Kell am See (Seeuferweg 6, 54427 Kell am See) zu der Veranstaltung „Kommune. Gemeinsam. Denken. – Entwicklung eines kommunalen Leitbildes „Jugendpolitik““ ganz herzlich ein!

Dabei geht es konkret um die jugendpolitische Ausrichtung in den Verbandsgemeinden, Ortsgemeinden und Städten im Landkreis Trier-Saarburg und darum, wie Jugendpolitik gezielt gefördert werden kann.

Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Vertreter*innen der kommunalen Politik die Veranstaltungen wahrnehmen könnten, um so gemeinsam mit den lokalen Fachkräften eine gelingende Jugendpolitik auf den Weg zu bringen. Daher wären wir Ihnen auch sehr dankbar, wenn Sie diese Einladung an mögliche Interessierte in Ihrem Netzwerk weiterleiten und für eine Teilnahme werben.

Wir bitten Sie um kurze Rückmeldung, ob Sie am 18.05. in Kell teilnehmen können bis zum Freitag, 12.05.2017 am jugendpflege@trier-saarburg.de .

Fachtagung: Eigenständige Jugendpolitik

Sowohl der 2. Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz als auch der jüngst erschienene 15. Kinder- und Jugendbericht des Bundes unterstreichen die Notwendigkeit, auf Bundes-, Landes- und vor allem kommunaler Ebene eine eigenständige Jugendpolitik zu verankern, die konsequent die jungen Menschen und ihre Bedarfe in das Zentrum der Aufmerksamkeit rückt und dazu beitragen will, dass jeder junge Mensch mit seinen Potentialen anerkannt, beteiligt und umfassend gefördert wird.

Mit der Jugendstrategie JES! Jung.Eigenständig.Stark. hat Rheinland-Pfalz einen Grundstein für eine eigenständige Jugendpolitik in gelegt. Die programmatische Umsetzung spiegelt sich in drei Leitzielen wider:

  1. Befähigung und Unterstützung der jungen Menschen zur Teilhabe in der Gesellschaft
  2. Gewährleistung autonomer Gestaltungsräume
  3. Gewährleistung der Mitbestimmung an gesellschaftlichen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen – Stärkung der Partizipation und damit des demokratischen Gemeinwesen

Nun findet eine Fachtagung für Jugendarbeit*innen und politisch Handelnde in Mainz statt, bei der auch die Jugendarbeit aus dem Landkreis Trier-Saarburg eine maßgebliche Rolle, als ein Beispiel guter Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz, spielen wird.

 Die Tagung findet unter dem Titel

„Dialog II: Eigenständige Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz“

am 11. Mai 2017 ins Kurfürstliche Schloss in Mainz statt.

Intention dieser jugendpolitischen Tagung ist es, Ihnen darzustellen, wie die Landesregierung die Etablierung einer eigenständigen Jugendpolitik ab 2017 finanziell fördern wird. Praxisbeispiele aus Kommunen sollen Strukturen und Prozesse der Jugendförderung aufzeigen und auch deutlich machen, was nötig ist, um diese weiter zu entwickeln. Professor Werner Lindner von der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena mit dem das „Praxisentwicklungsprojekt zur Profilierung der Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz“ entwickelt und umgesetzt wurde, zeigt die Handlungsnotwendigkeiten einer kommunalen Jugendpolitik auf. Und schließlich gilt es, gemeinsam Perspektiven für eine eigenständige Jugendpolitik vor Ort zu entwickeln.

Das genaue Programm der Tagung sowie die Anmeldebedingungen gibt es hier: Jugendpolitik